Kraftwerk Mehrum

Nur mit Ausweis aufs Gelände

Erst, wenn er nicht mehr da ist, wird uns bewusst, wie dringend wir ihn benötigen und wie oft wir ihn tagtäglich nutzen: Die Rede ist vom Strom, dessen ständige Verfügbarkeit für uns heute selbstverständlich ist. Doch kaum jemand macht sich Gedanken darüber, woher der Strom kommt, wie er produziert und verteilt wird. Einer dieser Stromlieferanten ist das Steinkohlekraftwerk Mehrum zwischen Hannover und Braunschweig mit einer Bruttoleistung von 750 MW. Das System für Zutrittskontrolle, Zeiterfassung, Auftragsdatenerfassung sowie Besucher- und Fremdfirmenerfassung stammt von der primion Technology AG.

Konformität mit Störfallverordnung

Bereits seit 2001 verfügt das Kraftwerk Mehrum über modernste Technologien für die Zutrittskontrolle und Zeiterfassung. Die Lösungen dafür kommen von primion. Jetzt wurde das bestehende System erweitert und aktualisiert. Als wichtigste Neuerung wurde die Fremdfirmenerfassung und -verwaltung eingeführt. Die Zugänge zum Werksgelände sind jetzt mit Drehsperren ausgerüstet, so dass das Betreten und Verlassen nur mittels berechtigter Mitarbeiter- oder Fremdmitarbeiterausweise möglich ist. Durch die Buchung am Kartenleser der Drehsperre wird automatisch eine Liste aktualisiert, die dem Pförtner den Status über alle auf dem Werksgelände anwesenden Personen aufzeigt. Dies ist vor allem für einen möglichen Notfall von entscheidender Bedeutung (Störfallverordnung).

Umfassender Überblick und Kostenkontrolle

Die eigenen Mitarbeiter buchen mit dem Zugang außerdem automatisch den Beginn oder das Ende ihrer Arbeitszeit. Die Arbeitszeiten der Fremdmitarbeiter werden durch die Buchung einzelnen Aufträgen zugeordnet, so dass das Controlling jederzeit den Überblick hat über die Zuordnung der Fremdfirmen zu Aufträgen, über die angefallenen Arbeitszeiten und damit vor allem die Kostenkontrolle.

Die Betriebsausweise für die Zutrittskontrolle können vor Ort vom Pförtnerpersonal des Kraftwerks Mehrum erstellt und codiert sowie bei Bedarf personalisiert werden - auch für die Mitarbeiter der Fremdfirmen oder Besucher. Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang die unerlässliche Sicherheitsbelehrung, vor allem für externe Besucher, die das Gelände betreten. Bevor ihnen der Ausweis ausgehändigt wird, muss diese zwingend erfolgen. Erst dann werden die codierten Ausweise ausgegeben und berechtigen zum Betreten des Kraftwerksgeländes. Durch das primion-System können die Unterweisungsfristen für die Sicherheitsbelehrung schlüssig nachvollzogen werden.

Ein weiterer Vorteil des primion-Systems ist für das Kraftwerk Mehrum die Möglichkeit, berechtigten Personen jederzeit komfortabel Zugriff auf die für sie relevanten Daten zu ermöglichen. So kann beispielsweise der Meister an seinem Arbeitsplatz am PC nachschauen, ob sich auf dem Firmengelände Fremdmitarbeiter aufhalten und anhand dieser Daten den Arbeitsablauf kontrollieren.

Das Steinkohlekraftwerk Mehrum wurde 1979 in Betrieb genommen und beschäftigt derzeit 135 Personen, die rund um die Uhr die Stromversorgung für ca. 700.000 Haushalte sicherstellen. Eigentümer des Kraftwerks sind zu 83,3 % die Stadtwerke Hannover und zu 16,7 % die Braunschweiger Versorgungs-AG. Laufend investieren die Betreiber in neue Technologien, sei es um Betriebsabläufe zu optimieren oder beispielsweise Co2-Emissionen noch weiter zu reduzieren. So wurden durch Effizienzsteigerungsmaßnahmen in den letzten Jahren, für die gleiche Menge Strom schon heute rund 80.000 Tonnen Kohle p. a. weniger verbraucht, als noch 2002. Dies führte zeitgleich zu einer Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes um mehr als 180.000 Tonnen p. a.

Mit der Aktualisierung des bestehenden Sicherheitssystems sind beide Seiten rundum zufrieden. primion-Projektleiter Jens Bösche: "Mit der Sicherheit ist es wie mit dem Strom: erst wenn sie fehlt, merkt man, wie wichtig sie eigentlich ist. Mit unserem System ist das Kraftwerk Mehrum auf der sicheren Seite."

Anwendung

  • Zeiterfassung
  • Zutrittskontrolle
  • Fremdfirmenverwaltung
  • Auftragsdatenerfassung
  • Besucherverwaltung

Ausführung

  • prime WebTime
  • prime WebAccess
  • 8 Zutrittsleser
  • 2 Steuereinheiten
  • 3 Zeiterfassungs-Terminals
  • 4.000 Ausweiskarten / Schlüsselanhänger
  • 2 Drehsperren

Besonderheiten

  • automatische Buchung von Beginn und Ende der Arbeitszeit beim Zugang / Verlassen des Gebäudes
  • Konformität mit Störfallverordnung
Aus der Praxis
de | en | fr