Aus guten Gründen hat sich das Heidelberger Universitätsklinikum beim Neubau seiner Kinderklinik erneut für das primion-Zutrittskontroll-System entschieden.
Als Melanie wegen anhaltender Magenschmerzen in die Kinderklinik kommt, ist ihre Mutter Christine froh, dass sie unweit ihrer Tochter übernachten kann. Zwar nicht direkt im selben Zimmer, aber doch auch nicht allzu weit entfernt in einem der Elternappartements. Diese sind über einen Gang direkt mit der Ebene 99 verbunden, sodass Eltern auf kürzestem Weg und immer trockenen Fußes zu den Patientenzimmern gelangen. Daran hat die elektronische Zutrittskontrolllösung einen wichtigen Anteil. "In Krankenhäusern sind beim Thema Zutrittskontrolle zwei widersprüchliche Anforderungen zu erfüllen", weiß Wolfgang Eisentraud von der Karlsruher primion Niederlassung. "Zum einen müssen die Gebäude öffentlich zugänglich sein für Ärzte, Sanitäter, Patienten und ihre Angehörigen. Zum anderen dürfen bestimmte Räumlichkeiten - dazu gehören Behandlungsräume und Medikamentenlager - nur Berechtigten offenstehen. Das bedarf eines durchdachten Zutrittskonzepts und flexibler Technik."
Die Universitätsklinik Heidelberg setzt schon seit geraumer Zeit auf die Software prime WebAccess mit den dazugehörigen Terminals und Lesern von primion. Damit sind im Krankenhaus bestimmte Räume stets verschlossen und lassen sich nur per Ausweis mit Berechtigung öffnen. Zum Einsatz kommt die Technik in der Hauptverwaltung der Uniklinik, in der Chirurgie, in der Medizinischen Klinik sowie im Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT), einem Forschungszentrum für Krebserkrankungen.
Als im Jahr 2003 der Neubau des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin anstand, entschieden sich die Verantwortlichen schon in der Planungsphase dafür, hier mit der bewährten Technik weiterzuarbeiten, zumal die Datenverwaltung bisher ohne Probleme zentral über eine Schnittstelle zum vorhandenen SAP-System abgewickelt werden konnte. Voraussetzung war von Anfang an, dass die Mitarbeiter als Identifikationsmedium ihre allgemeine "Klinikkarte" weiter verwenden können. Insgesamt sind derzeit rund 1.000 Ausweise in die elektronische Zutrittskontrolle integriert. Schlüsselsysteme hatten die Verantwortlichen von Anfang an abgelehnt, da ihnen der Verwaltungsaufwand zu hoch ist.
Mit dem neuen Gebäude, für das 16,6 Millionen Euro aufgewendet wurden, bekam das Kinderkrankenhaus auch einen neuen Namen: Angelika-Lautenschläger-Klinik, benannt nach der Kuratoriumsvorsitzenden der Manfred-Lautenschläger-Stiftung, die den Neubau mit unterstützt hatte. Die Pflegestation umfasst 120, die Dialysestation zehn und die Intensivstation 25 Betten. Hinzu kommen Radiologie, Kernspintomografie, Endoskopie, Herzkatheter und ein Speziallabor. Es leuchtet ein, dass hier modernste - und nicht zuletzt teuere - Gerätschaften im Einsatz sind, die nicht nur die Ärzteherzen höher schlagen lassen. Wer sich mit Krankenhäusern auskennt, weiß, dass hier auch Diebstahl durchaus zum Problem werden kann, wenn nicht die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind.
Mit prime WebAccess von primion ist die Universitätsklinik gut aufgestellt. Es handelt sich dabei um eine offene Lösung mit hoher Integrationsfähigkeit sowohl in die vorhandene Architektur als auch in bestehende IT-Systeme. Der Workflow zur automatischen Vergabe der Zugangsrechte erfolgt über einen standardisierten Internet-Browser; spezielle Software auf Client-PCs muss dazu nicht installiert werden. Genutzt werden können alle gängigen Ausweisverfahren und auch die biometrische Identifikation ließe sich integrieren, wenn gewünscht. Durch die umfangreiche Stammsatzverwaltung wächst das elektronische Zutrittskontroll-System problemlos mit, wenn sich die Zahl der Nutzer erhöht - wie das Beispiel Heidelberg authentisch demonstriert.
Die gleiche Flexibilität zeichnet die Steuereinheiten aus. Hier können beliebig viele Einheiten angeschlossen werden, wobei jede Steuereinheit bis zu 128 Raum-Zeit-Zonen verwalten kann. Das öffnet dem Anwender die Möglichkeit für zahllose Variationen und eine nahezu unbegrenzte zeitliche und örtliche Steuerung der Zugangskontrolle. Die mögliche Kopplung mit Brandmelde- und Alarmanlagen ist Bestandteil des Systems. Für das Alarm-Management lassen sich verschiedene Alarmprioritäten und -typen vergeben. Abgelaufene Alarme können komfortabel dargestellt und bearbeitet werden (zum Beispiel Quittierung mit Text). Auf Wunsch werden die Alarmmeldungen auch per E-Mail oder GSM verschickt - im gewünschten Zeitfenster.
Die Zugangsberechtigungen erteilen die Kliniken selbst, denn wer wüsste über die Abläufe vor Ort besser Bescheid? Beispiel: Die Räume, in denen Medikamente lagern, dürfen ganztägig nur Ärzte und Schwestern betreten. Die Kinderbibliothek ist von 9 bis 18 Uhr für die Allgemeinheit zugänglich, ansonsten nur vom Reinigungspersonal und dem Hausmeister, die sich per Klinikkarte Zutritt verschaffen können.
Auch der örtlich wechselnde Personaleinsatz lässt sich unter Zutrittsaspekten leicht über das primion-System steuern: Wechselt Personal der Medizinischen Klinik vorübergehend in die Kinderklinik, genügen wenige Mausklicks am Bildschirm, um die Zutrittsberechtigung für die Büros des einen Gebäudes zu entziehen und sie für Räume im anderen Gebäude zu erteilen. Auch die Elternappartements sind natürlich ins System integriert.
Den Verantwortlichen ist außerdem sehr daran gelegen, dass sich die rund 350 Terminals und Leser an den Türen gut ins allgemeine Erscheinungsbild einfügen. Deshalb hat sich die Klinik in besonders repräsentativen Bereichen für die primion-Produktreihe "crystal line" entschieden, die unter anderem den "iF product design award 2008" verliehen bekam. Terminals und Leser aus poliertem Glas überraschen durch verblüffende Farbeffekte, die den Gehäuserahmen zum Leuchten bringen und so ereignisbezogene Darstellungen. Mögen vor allem Besucher und Patienten auf solche Details nicht achten, so schaffen der aufgeräumte Anblick und die durchorganisierten Abläufe in der Kinderklinik doch Zuversicht und Vertrauen ins große Ganze.
