Htp

primion-Software fügt sich nahtlos in bestehende Systeme ein

Vor 14 Jahren gegründet gehört die htp GmbH in Hannover heute zu den leistungsstärksten regionalen Carriern in Deutschland. htp ist Telekommunikations-Dienstleister für das Wirtschaftsdreieck Hannover- Braunschweig - Hildesheim. Gesellschafter des Unternehmens sind zu gleichen Teilen die Stadtwerke Hannover AG und die EWE AG Oldenburg. htp bietet Telefon- und DSL-Anschlüsse unterschiedlicher Bandbreiten sowie Mehrwert- und Netzdienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden an. Die Lösungen für den Internet- und Datenverkehr werden in drei eigenen, speziell gesicherten Rechenzentren zur Verfügung gestellt. Das jetzt neu erworbene, bedienerlose Rechenzentrum ist mit insgesamt 4.000 Quadratmetern das bisher größte. Es ist mit modernster Hard- und Software der primion Technology AG gesichert.

"Unternehmen, Banken und Kommunen lagern verstärkt ihre aufwendige IT-Infrastruktur und ITKompetenz aus, weil sie sich auf ihr eigentliches Kerngeschäft konzentrieren wollen. Um auch diesen Kunden ausfallsichere und zukunftsorientierte IT-Unterstützung zur Verfügung stellen zu können, haben wir unsere Kapazitäten erweitert", begründet htp Geschäftsführer Thomas Heitmann den Kauf des Rechenzentrums. "Das ehemalige GAD-Rechenzentrum war besonders wegen seiner nahezu einzigartigen, weil unterirdischen Bauweise, und die bereits vorhandene Infrastruktur für unsere Zwecke bestens geeignet. Damit können wir unseren Kunden optimale IT-Lösungen und ein höchstes Maß an Sicherheit bieten."

Das Rechenzentrum wurde ursprünglich von der GAD errichtet, einem IT-Dienstleister und Softwarehaus für rund 450 Banken. Dies garantierte eine hochverfügbare und speziell gesicherte Umgebung für Bankenanwendungen der Volks- und Raiffeisenbanken. Über mehrere hochbitratige Datenleitungen wurde das Rechenzentrum an das htp Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetz angebunden. Die redundante Struktur garantiert eine sehr hohe Ausfallsicherheit.

Die Besonderheit des Sicherheitskonzeptes ist eine in der Region nahezu einzigartige unterirdische Bauweise: Die 1.200 Quadratmeter große Nutzfläche des Rechenzentrums befindet sich tief unter der Erdoberfläche und ist damit vor allem gegen Gewalt von außen geschützt. Mehr als zwei Millionen Euro hat htp in den Ausbau und die Modernisierung des Hochsicherheitskonzeptes investiert. Ziel ist es, eine TÜV-IT-Zertifizierung nach einer der höchsten Sicherheitsstufen zu erhalten. Schon jetzt ist die htp durch das "Zertifikat über die Anerkennung von Bauteilen und Systemen" durch die VdS Schadenverhütung GmbH zertifiziert.

Die Anforderungen an das Zutritts-Management-System waren hoch. So musste für das Objekt ein Konzept erarbeitet werden, in dem die Abläufe für die htp Kunden, das htp eigene Personal und das Fremdpersonal geregelt wurden. Da es sich jedoch um ein bedienerloses Rechenzentrum für Kunden handelt, durften auch der Komfort und die einfache Bedienbarkeit nicht außer Acht gelassen werden.

Des Weiteren sollte nur ein passives Identifikationsmedium für die Zutrittskontrolle, die Serverräume und -schränke, die Steuerung der Einbruchmeldeanlage und das Schlüssel-Management verwendet werden. Zusätzlich sollten Personen mit Hilfe eines biometrischen Merkmals eindeutig identifiziert werden. Den Anforderungskatalog rundeten eine Schnittstelle zur Gebäudeleittechnik und die ständige Steuerbarkeit und Kommunikation mit dem htp-eigenen NetzManagementCenter ab.

Die Systemlösung: Die Software prime WebAccess, die sich nahtlos in die bestehende Netzwerk- und Datenbankstruktur integrieren ließ und alle Anforderungen bezüglich der Videoüberwachung, Fernsteuerung, Protokollierung und Meldungsweiterleitung erfüllt. Die Steuerung der Drehkreuze, Schleusen und Türen erfolgt über drei hochintegrierte Zutritts-Management-Zentralen des Typs IDT 32. An diesen Zentralen sind auch die Bedien- und Anzeigeeinheiten (BAE) für die Steuerung der Einbruchmeldeanlage (EMA) angeschlossen.

Der Zugang zum inneren Sicherheitsbereich wird über eine Personen- und Materialschleuse geregelt, wo die Person mittels eines Fingerabdrucklesers bei Ein- und Austritt eindeutig identifiziert wird. Zusätzlich verfügen alle Drehkreuze und Schleusen über eine Anti-Passback-Funktion, welche die Rückgabe und Doppelnutzung eines Ausweises verhindert und die Person eindeutig einem Bereich zuordnet. Dadurch kann jederzeit festgestellt werden, welche Person sich in welchem Sicherheitsbereich befindet und bei freien Sektoren eine automatische Scharfschaltung der Einbruchmeldeanlage erfolgen. Zusätzlich dient die Bereichsbilanzierung über eine Schnittstelle zur Gebäudeleittechnik zur Freigabe der Beleuchtungssteuerung und der automatischen Abschaltung der Beleuchtung in nicht genutzten Bereichen.

Da trotz des Zugangs-Management-Systems nicht ganz auf die Verwendung von Schlüsseln verzichtet werden konnte, musste auch hier eine intelligente Lösung gefunden werden. Künftig kann das eigene sowie auch das Fremdpersonal die für Wartungsarbeiten benötigten Schlüssel aus einem Schlüsseltresor entnehmen und auch zurückgeben. Mittels Ausweis wird die Person identifiziert und entsprechend ihres Profils die Entnahme und Rückgabe geregelt und in der Software protokolliert.

Auch die einzelnen Serverschränke werden entsprechend des Zutrittsberechtigungsprofils über einen zentralen Leser gesteuert. Dieser kann die angemieteten Serverschränke für den Kunden zur Öffnung frei schalten und nach einer einstellbaren Zeit automatisch wieder verriegeln. Natürlich werden auch diese Vorgänge in der Software prime WebAccess protokolliert.

So entstand ein durchgängiges Zugangs-Management-System vom Parkplatz bis zum Serverschrank, welches derzeit von vielen htp Kunden komfortabel genutzt wird und die Sicherheitsansprüche erfüllt. Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist es der primion Technology AG gelungen, einen Folgeauftrag in der Hauptverwaltung der htp GmbH zu erhalten.

Aus der Praxis
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